Hokitika Gorge

Dienstag, 12.02.2019

Kia Ora

Nach mehr als 6 Wochen stand heute erst einmal spontan eins auf der To-Do-Liste: Ausschlafen!

Wie immer ging der Wecker um 8 Uhr. Neben dem süüüüm-süüüüm-süüüm des vibrierenden Handys nahm ich jedoch ein weiteres, schlimmeres Geräusch war. Das bong-bong-bong des Regens auf meinem Autodach. Na toll, der Regen hat mich wieder. Nach mehrmaligem „snoozen“ gab ich auf. Der Wetterbericht sagte Regen mit gegen Mittag und nach was anderem sah es auch nicht aus, daher machte ich den Wecker aus, kuschelte mich in mein Bett und schlief weiter. Soll der Tag doch vergehen, bei Regen ist mir das egal und ausschlafen ist auch mal was Feines…

Gegen kurz nach 10 wurde ich wieder wach, so langsam schien der Regen genug zu haben. Ich blieb noch eine Weile liegen, machte mich langsam daran wach zu werden und wurde dann gegen halb 11 von ein wenig Sonne geweckt, die sich ein wenig durch die Wolken quälte. So konnte man dann schon eher aus dem Bett. Das übliche Frühstück: „Brot“ (genau wie in Australien auch haben die hier nur Toast) mit Lemoncurd und Pulverkaffee (man, freu ich mich auf einen richtigen Kaffee…) und dann ging es wieder weiter.

Heute musste ich wieder eine längere Strecke hinter mich bringen. Doch ein wenig Pause muss auch sein. Erster Stopp war der Serpentine Beach, wo man angeblich bei Ebbe Greenstone finden konnte. Da es kurz nach Ebbe war versuchte ich mein Glück. Ich spazierte ein wenig am Strand entlang, fand den ein oder anderen grünen Stein, aber ein wirklicher Greenstone war leider nicht dabei. Nach einer Stunde gab ich dann auch auf, denn der Regen hatte mich wieder eingeholt. Also weiter ging es!

Der zweite Stopp war ein kleiner Abstecher zur Hokitika Gorge, einer Schlucht, durch den das Gletscherwasser fließt. Schon beim ersten Aussichtspunkt sah ich das milchig-blaue Wasser, dass seinen Weg durch die Schlucht suchte. Genial! Ich hatte noch nie Gletscherwasser gesehen (zumindest kann ich mich daran nicht erinnern) und war schon ziemlich beeindruckt von der Farbe.

Ein kleines Stück weiter konnte man dann an den Strand des Flusses. Bei der tollen Aussicht musste auf jeden Fall ein schönes Bild her. Der erste Versuch war nicht ganz so erfolgreich…

Das zweite Bild konnte ich noch nicht mal wirklich begutachten…

Denn innerhalb von 10 Sekunden sah es dann so aus:

Der Regen war mal wieder da…

Es ging wieder schnell zurück ins Auto und weiter zum Franz Josef Glacier. Hier war es zum einen schon recht spät und zum anderen, na klar, mal wieder Regen. Gut, dann halt heute keinen Spaziergang mehr. Ich nutzte die Zeit dann aber, um mal endlich meine Haare zu schneiden. Die nervten mich schon ein paar Tage und da ich heute eh nichts mehr machen konnte, war das der perfekte Plan. Is ganz schön was weg gekommen...

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Für meinen ersten eigenen Haarschnitt gar nicht schlecht! Und nein, die Haare links sind nicht länger, die fallen nur auf dem Bild grade so. ;)

Und zum Abschied noch ein schönes Bild; die Aussicht vom Campingplatz auf die umgebenden Berge.