Cape Foulwind - Paparoa Nationalpark

Montag, 11.02.2019

Kia Ora

Es ist Montag und es ist Zeit, Sam untersuchen zu lassen. Hier gab es eine gute und eine schlechte Nachricht.

Der erste Weg ging zum Mechaniker. Der sah sich den Schaden an, schaute sich den Innenbereich an und schickte mich zum Karosseriespezi. Die gute Nachricht: der Motorraum sieht gut aus, keine Schäden, was bedeutet, ich kann problemlos weiter fahren. Bei dem anderen, trotz allem sehr freundlichen und hilfsbereiten Herrn gab es leider nur schlechte Nachrichten. Zum einen hatte er die nächsten Wochen keine Zeit, irgendwas zu machen. Er schaute sich den Schaden kurz an und meinte, er würde in Greymouth, der nächsten größeren Stadt, einen Kollegen anrufen und fragen, ob er Zeit hätte. Als er zurück kam immerhin eine halbwegs gute Nachricht, sein Kollege hätte wenigstens Zeit, sich das genauer anzusehen, aber um das alles zu reparieren, würde ich wohl mindestens 2-3, wenn nicht 4 Wochen da bleiben müssen. Na super, als wüsste ich mit meiner Zeit nichts Besseres anzufangen… Ich hoffe, die Versicherung lässt sich drauf ein, mir das Geld so zugeben, ansonsten haben die wohl Glück gehabt, denn für sowas hab ich keine Zeit!

Da ich also gefahrlos fahren kann ging es dann gegen Mittag auch schon wieder raus aus Westport. Schließlich hab ich hier schon genug Zeit verloren. Es ging erst einmal zum Cape Foulwind. Zuerst gab es einen kleinen Walk zu Leuchtturm. Mal wieder nicht ganz so aufregend, aber immerhin eine ganz akzeptable Aussicht.

Dann ging es weiter zu den Seehunden. Hier am Cape Foulwind soll eine recht große Kolonie leben. Wieder ein kurzer Weg führte zuerst zum ersten Ausblick. Hier konnte man durch ein Fernrohr schon den ein oder anderen Seehund sehen. Sogar zwei kleine Babys spielten in einem kleinen Pool im Hintergrund. Sehr süß!

Dann ging es weiter zum nächsten Ausblick und da war es noch viel cooler! Eine ganze Hand voll Seehunde waren dort. Die großen lagen meistens faul in der Sonne rum, während ganz viele kleine im Wasser spielten oder sich in einem Pool oder im Meer vergnügten.

Ach, war das schön, die zu beobachten. Richtig toll! Über eine halbe Stunde stand ich da und entdeckte immer wieder neue Seehunde, die irgendwo hinter Felsen oder im Wasser auftauchten.

Weiter ging es Richtung Süden entlang der Westküste zum Paparoa Nationalpark. Hier machte ich drei Walks.

Der erste war der Truman Track, ein nur 15minütiger Weg durch den subtropischen Wald zum Strand. Hier waren einige Vögel, die mal wieder mit mir Katz und Maus gespielt und immer gewonnen haben… Ein schöner Track und eine recht schöne Aussicht am Strand.

Weiter ging es beim Pororari River Track, einem gemütlichen Spaziergang entlang des Flusses. Auch hier waren keine besonderen Highlights, aber die Aussicht, die sich einem hier immer wieder bot war schon beeindruckend!

Das Highlight kam dann zum Schluss. Es ging zu den Pancake Rocks. Diese Felsformationen – bisher tatsächlich nicht 100%ig geklärt,wie sie wirklich entstanden sind – wurden über Millionen von Jahren gebildet. Das besondere: diese Felsen sehen, wie der Name schon sagt, aus, als wären viele Pfannkuchen aufeinander gestapelt. Und wirklich, ein total witziges Bild, was einem da geboten wird!

Irgendwann tauchten nicht weit von den Felsen ein paar Delfine auf. Innerhalb von Sekunden waren die Felsen vergessen und alle starrten nur in die Ferne um die Delfine zu sehen, die immer wieder aus dem Wasser auftauchten und wieder verschwanden. Sehr geil! Definitiv ein tierischer Tag!

Das beste aber war diese Felsformation mit den zugehörigen Schild.

Warum das so besonders war? Für mich, die immer alle möglichen Figuren und Formen in irgendwelchen Felsen sieht, war es eine Erleichterung, denn scheinbar bin ich nicht die einzig Verrückte, die komische Sachen in Felsen erkennt!